HTML5 versus Flash
Seit geraumer Zeit spaltet das Thema “HTML5 gegen Flash” die Web-Nationen. Lösen HTML5-Techniken die Abhängigkeit von Flash-Plugins endgültig auf? Wer gibt bei dieser Wende den Ton an?
Seit Einführung von Flash im Jahre 1997, seiner Zeit noch von Macromedia, hat sich dieses Plugin sehr weit entwickelt. Von einfachen Basis-Animationen hin zu hochkomplexen, interaktiven Frameworks mit Video-Integration und vielem mehr.
Was sich jedoch leider bis dato kaum verändert hat, war die Abhängigkeit des Benutzers vom benötigten Flash-Plugin. Um die aufbereiteten Inhalte darstellen zu können, muss man es für die jeweilige Browser-Version installiert haben.
Auch die Indizierbarkeit durch Suchmaschinen leidet nach wie vor unter der Verwendung von Flash-Inhalten. Werden bei “normalen” HTML-Dokumenten Texte maschinenlesbar verpackt, geschieht dies bei Flash leider nicht.
Eine dramatische Wende der Flash-Ära scheint der Computer-Hersteller Apple in diesem Jahr eingeläutet zu haben. Apple versucht mit aller Kraft, die proprietäre Software Flash ins Nirvana zu schicken. Nicht zuletzt aus Gründen der Performance – Flash belegt relativ viel Arbeitsspeicher und fordert den Prozessor übermäßig – kämpft der Sortware-Riese um die Durchsetzung von HTML5.
Was ist es nun, dieses HTML5? Was ist so bahnbrechend neu, warum hat es das Zeug, Flash zu ersetzen?
HTML5 ist die Weiterentwicklung des derzeit weit verbreiteten HTML 4.01-Standards. Neu und bahnbrechend ist dabei, dass man etwa Videos direkt integrieren kann. Viele Animationen, die Webdesigner mit Hilfe von Flash gelöst haben, wären genauso leicht mit HTML5 umzusetzen.
Das liegt jedoch nicht daran, dass HTML5 neuerdings Animationen ermöglicht. Diese sind auch mit den älteren HTML-Versionen bereits möglich gewesen. Neu ist, dass komplexe und interaktive Zeichenflächen mit SVG-Technik Flash-ähnlich befüllt werden können, dem Canvas-Element sei Dank.
Ob Flash ein Auslaufmodell darstellt oder weiterhin eine Alternative bietet, bleibt abzuwarten. Webdesigner sind sich jedoch meist einig, dass die geltenden Standards (HTML5) völlig ausreichen und die Verwendung von Flash zumeist aus guten Gründen unterlassen wird.
Update (9. November 2011): HTML5 siegt über Flash
Adobe wird demnächst ihre mobile Flash-Plattform einstellen. Dies geht aus einem internen Mailverkehr des Konzerns hervor. Damit dürfte die Entscheidung für jeden seriösen Webentwickler gefallen sein, nachdem sogar der Flash-Hersteller die Zukunft mit HTML5 akzeptiert.
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Wer ist der Author? Gerald Schittenhelm ist Geschäftsführer bei my-webdesigner.com und schreibt über webrelevante Themen. |
