Facebook sieht uns. Immer.

Auch nach dem Ausloggen weiß Facebook wer du bist!

Den jüngsten Meinungen folgend, habe ich mir Gedanken darüber gemacht, ob Facebook unsere Identität auch dann eindeutig zuordnen kann, wenn wir uns ausgeloggt haben.

Das Ausloggen beinhaltet zwei eindeutige Statements: “Ich möchte nicht mit Facebook in Verbindung gebracht werden” und “Ich möchte keine Daten an Facebook senden.”

Ob Facebook die Sache anders sieht, habe ich überprüft und tatsächlich festgestellt, dass relevante Cookies, die Rückschlüsse auf die eigene Identität zulassen, nach dem Abmelden erhalten bleiben.

Cookies im eingeloggten Zustand

Nach den Login tauchen erwartungsgemäß einige Cookies auf, die verschiedene Parameter beinhalten, um auf möglichst sichere Weise die eindeutige Identifikation des eingenen Benutzeraccounts zu ermöglichen.
Diese Vorgehensweise ist absolut üblich und bei fast allen Plattformen zu sehen.

Die Vorteile des dauerhaften Logins liegen in der einfachen Vernetzbarkeit sämtlicher Facebook-Anwendungen auf Websites, wie etwa der Like-Button, den man ohne zusätzlichen Aufwand einfach drücken kann, ohne sich nochmals anmelden zu müssen.

 

Cookies nach dem Ausloggen

Ein — leider — erschreckend ähnliches Bild bietet sich jedoch, wenn man sich bewusst von Facebook abmeldet.

Die Cookies “openid_p”, “datr” und “lu” beinhalten jeweils dauerhaft (bis 2 Jahre) gespeicherte Hash-Daten oder IDs, die dazu verwendet werden können, selbst nach dem Logout besuchte Websites, die den Like-Button integrieren, dem eindeutig gekennzeichneten Facebook-Nutzer zuzuordnen.

Facebook weiß alles

Selbst wenn man nicht auf den “Gefällt mir”-Button klickt, werden Daten an Facebook übermittelt. Und das trotzdem man sich vorher ausgeloggt hat.

Abhilfe schafft hier derzeit nur, die Cookies in regelmäßigen Abständen zu löschen. Facebook könnte bereits so viel wie Google und mehr als wir selbst über uns wissen und mit den aufgesammelten Daten und besuchten Websites seiner Nutzer relativ klare Persönlichkeitsprofile anfertigen. Die Persönlichkeitsprofile dienen wiederum dazu, durch möglichst zielgerichtete Werbung verschiedener Unternehmen die Einnahmen weiter zu steigern.

Über Gerald:
Wer ist der Author? Gerald Schittenhelm ist Geschäftsführer bei my-webdesigner.com und schreibt über webrelevante Themen.

  1. Magento sagt:

    wirklich erschreckend! danke für diesen Beitrag, werd gleich mal Cookies löschen ;D

  2. Manfred sagt:

    Tja, mann muss sich wirklich immer vor Augen halten, dass wenn man für etwas nicht bezahlt, man nicht der Kunde ist – sondern das Produkt.

Leave a Reply

Achtung! Um diesen Kommentar senden zu können, lösen Sie bitte die einfache mathematische Aufgabe. Damit werden Sie als Mensch identifiziert und die Kommentare bleiben Spam-frei.

Wieviel ist 3 plus 6 ?
Please leave these two fields as-is: